Unsere Einstellung zur Zucht ist ganz einfach erklärt. Wir sind Hobbyzüchter, die nach besten Wissen und Gewissen Hunde verpaaren. Wir sind keine Vermehrer! Jahrelang haben wir uns gewissenhaft auf die Zucht vorbereitet und mittlerweile mit fast 17 Jahren Zucht auch jede Menge Erfahrungen sammeln können. Viele Büchern wurden gelesen, Stunden und Tage im Internet gesurft, weitergebildet über diverse Lehrgänge wie Genetik, Zucht, Verhalten des Hundes und vieles mehr. Wir haben in der Regel einmal im Jahr einen Wurf, manchmal auch keinen und recht selten kommt es vor, das wir 2 Würfe im Jahr haben.
Die Züchterschulung war nur eines von vielen Dingen, die speziell auf den Aussie bezogen war. Wir haben unser Ziel vor Augen. Wir züchten nicht einfach drauf los um ein paar nette Welpen zu bekommen, sondern unsere Aussies sollen gesund, vielseitig, triebig und schön sein. In genau dieser Reihenfolge wollen wir unser Ziel erreichen. Unsere Hund sind Vielseitigkeitshunde. Wir haben weder eine reine Show noch eine reine Arbeitslinie. Unsere Hunde sollen noch arbeiten können und das mit viel Power. Gleichzeitig sollen sie im Showring eine gute Figur abgeben.
Der Aussie hat derzeit leider die Tendenz zum Modehund. Das ist eine Entwicklung, die so gar nicht gut ist für die Rasse. Immer mehr Menschen kommen auf die Idee einen papierlosen Wurf zu machen, nur weil ihr Aussie gerade ganz nett anzuschauen ist. In der Regel haben beide Eltern keine gesundheitlichen Auswertungen und die Besitzer keine Ahnung von Pedigrees und Analysen der Daten. Das ist eine extrem negative Entwicklung.
Immer wieder bekommen wir Mails oder Anrufe, ob wir nicht helfen könnten, wir hätten doch schließlich auch Aussies. Hier geht es in der Regel um Erziehung, fehlende Papiere oder typisches Aussie Verhalten. Warum wenden sich die Besitzer nicht an ihren „Züchter“?? Klar weil sie keine Antwort bekommen. Wir finden das sehr traurig, wenn man viel Geld für diesen Welpen bezahlt hat und danach keinerlei Hilfe mehr bekommt!
Bei uns wird jeder Hund, der von uns gezüchtet wurde betreut, solange die Besitzer dies wollen. Egal ob bei der Erziehung, Ernährung, Aussie typisches Verhalten oder einfach nur „wohin mit meinem Hund im Urlaub“, wir sind ein Lebenlang für unsere gezüchteten Hunde da! Garantiert!!
Siehe auch allgemeine Infos zu unserer Zucht!
Update Februar 2026
Über 20 Jahre Erfahrung mit dem Australian Shepherd – unsere ehrliche Sicht auf die Rasse
Der Australian Shepherd ist eine faszinierende, intelligente und vielseitige Hunderasse. Doch kaum eine Rasse wird derzeit so missverstanden wie der Aussie.
Nach über 20 Jahren Erfahrung mit Australian Shepherds sehen wir uns in der Verantwortung, ein realistisches und ehrliches Bild dieser besonderen Hunde zu vermitteln.
Im Jahr 2005 zog unser erster Australian Shepherd bei uns ein. 2009 folgte unser erster Wurf. Heute, im Jahr 2026, haben wir über 100 Aussie-Welpen aufgezogen – acht davon sind geblieben und begleiten uns teilweise bis heute. Leider dürfen July und Brooke nicht mehr dabei sein. Jeder einzelne Hund hat uns gelehrt, genauer hinzusehen, zuzuhören und nicht in Klischees zu denken.
Zwei Extreme – und beide liegen daneben
In den letzten Jahren stellen wir fest, dass sich die Anfragen nach Australian-Shepherd-Welpen immer häufiger in zwei Extreme aufteilen:
Die eine Seite ist überzeugt, ein Aussie müsse täglich ausgelastet, gearbeitet und beschäftigt werden, sonst sei er unglücklich.
Die andere Seite sieht im Australian Shepherd einen unkomplizierten Familienhund, der alles und jeden liebt und am liebsten nur kuscheln möchte.
Unsere Erfahrung sagt ganz klar: Beides stimmt nicht.
Der Australian Shepherd braucht keine Dauerbeschäftigung
Trotz viel Arbeitsfreude und Hüteinstinkt im Pedigree hatten wir noch nie einen Australian Shepherd, der unglücklich war, wenn es auch einmal ein paar Tage keine gezielte Arbeit, kein Hüten oder kein Hundesport gab.
Ein Aussie ist kein Hund, der jeden Tag „funktionieren“ muss, um zufrieden zu sein.
Was er jedoch braucht, ist Ausgewogenheit.
Spaziergänge, geistige Beschäftigung und gemeinsame Aktivitäten gehören selbstverständlich dazu – aber in Maßen. Dauerhafte Überforderung führt nicht zu einem ausgeglichenen Hund, sondern zu Stress, Nervosität und Unruhe.
Genauso wichtig ist eine weitere Klarstellung:
Der Australian Shepherd ist kein Hund, der automatisch alles und jeden mag. Er ist aufmerksam, wachsam, sensibel und oft sehr selektiv in seinen Sympathien. Natürlich gibt es auch diese Aussies, unsere July war auch ein Exemplar die immer nur nett und lieb zu allen Menschen und Hunden war, aber auch sie hat uns gelehrt, das es Ausnahmen gibt und hat das ein oder andere mal ganz anders reagiert wie erwartet und wurde zum Teufel.
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Der Aussie passt sich Situationen an – manchmal auch anders, als man es erwartet. Genau das macht ihn so besonders, aber auch so anspruchsvoll.
Der Australian Shepherd braucht klare Regeln, feste Strukturen und konsequente Erziehung.
Vor allem aber muss er lernen, zur Ruhe zu kommen. Ruhe ist keine Schwäche – sie ist eine erlernte Fähigkeit.
Natürlich liebt es ein Aussie, mit seinem Menschen stundenlang zu wandern oder aktiv zu sein. Doch das allein macht ihn nicht zufrieden.
Wohlfühlen tut er sich dann, wenn er einfach dazugehören darf – im Alltag, im Familienleben, überall dort, wo sein Mensch ist.
Unser Fazit: Ein Hund mit Tiefe, kein Trendhund, der klare konsequente Führung braucht und nicht einfach „nebenbei“ läuft.
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Der Australian Shepherd ist:
- intelligent
- sensibel
- arbeitsfreudig
- loyal
- anspruchsvoll
Unser Wunsch ist es, zukünftigen Haltern ein realistisches Bild vom Australian Shepherd zu vermitteln. Denn nur wer bereit ist, sich auf diese Rasse wirklich einzulassen, wird einen ausgeglichenen, zufriedenen und loyalen Begleiter an seiner Seite haben – ein Leben lang. Gerne informieren wir detailliert, aber bitte vorher unser Statement zu „Welpenkäufer heute“
unter Berichten lesen. Auch dies ist leider nötig geworden, mal aus Sicht eines Züchters, die neue Mentalität der Käufer zu erörtern.
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